Moin, moin

Kurti, Monday, 11. November 2019, 20:54 (vor 27 Tagen) @ Kurti

Vor dem Abendspiel kurz in die Stadt, shoppen und ins Hotel und wieder zurück. Die HTHC-Mädels kommen mit einem weiteren Block, sie meinten die sind großteils auch noch A. Die waren natürlich komplett ausgeruht, während wir schon ein wenig am Zahnfleisch daher kamen nach dem anstrengenden Tag. Wir stemmten uns ganz gut dagegen, weil wir uns langsam auch an das hohe Tempo gewöhnt haben. Die neuen, ausgeruhten Mädels machen aber viel Druck, uns passieren einzelne Fehler oder Unkonzentriertheiten vor allem wegen der Müdigkeit. Endergebnis 1:7 bei einem Stella-Tor. Wir haben insgesamt 3x20 Minuten gespielt, unsere Mädels haben sich heute alle die Tapferkeitsmedaille verdient. Duschen, ab ins Klubhaus und Abendessen. Sonja spendiert dann eine Runde Cocktails zum Abschluss (natürlich Anti-Alk) für unsere Mädels und die haben so viel Spaß, dass wir noch eine Weile sitzen bleiben bevor es wieder mit der U-Bahn durch die dunkle und kalte Hamburger Nacht ins Hotel ging.

Der letzte Tag folgte, Mädels schon 10 Minuten vor dem Treffpunkt beim Frühstück, bereits alles gepackt und bereit zum Auschecken. Herrlicher Sonnenschein aber saukalt, am Platz angekommen alles unter Raureif, sehr stimmungsvoll. Wieder kommt die komplette A-Truppe von HTHC. Marta als Coach stellt die Mädels aber gut ein und dann geschah ein mittelmäßiges Wunder. Nicht wir waren nach den anstrengenden zwei Tagen fix und fertig, sondern die Hamburgerinnen. Man traute seinen Augen nicht, wir spielten unglaublich toll, Führung durch Fe, gleich nochmal Fe und Lotti aus einer Ecke, der deutsche Meister wie erstarrt, so ging es in die erste Pause. Heimtrainer Lucas faltete die Mannschaft so richtig zusammen, da gab es sehr strenge Worte. Wenn man in Österreich irgendwo mit einer Mädels-Mannschaft so spricht, hören 50% der Mädels mit dem Hockey auf. In Deutschland ist das aber anders, derartig gescholten legten sie dann los mit Power-Hockey. 1:3, Anschlusstreffer, Ausgleich und Führung für HTHC, aber wir gleichen wieder aus, weil wir immer noch sehr gutes Hockey spielten, Fe traf abermals, damit 4:4 nach 2x20 Minuten. 18 Minuten hatten wir die Halle noch und da spielten wir natürlich noch die dritte Halbzeit und damit ist nicht die Post-übliche gemeint :-) Weiterhin hielten wir das Match ziemlich offen, doch letztlich setzt sich HTHC 6:4 durch. Trotzdem die beste Vorstellung von uns, wir haben uns ans Tempo und die Spielweise gewohnt, die Mädels lernen einfach rasch und setzten dies auch um.

Diese U14W kann aber noch mehr. Es waren ja bei weitem nicht alle in Hamburg, sondern weniger als die Hälfte der U14W. Gleich sechs 2005er-Mädels an der Altersgrenze sind aus unterschiedlichen Gründen in Wien geblieben, zusammen mit den 2006ern insgesamt neun nicht in Hamburg. Trotzdem halten die dort gegen das beste deutsche Team dieser Altersklasse halbwegs mit. Von den Daheimgebliebenen war eine verletzt und drei 2005er spielten so nebenbei bei den Bundesliga-Damen bei einem internationalen Turnier gegen Australien, Thailand und Slowakei mit und helfen den Damen aus. Diese Gesamtperformance spricht sehr für Euch ist unglaublich und wahrscheinlich einzigartig bei einer U14W aus Österreich.

In Hamburg gab es noch ein Abschlusstraining mit Marta und Lisa Steyrer, ebenfalls eine Ex-Postlerin und ebenfalls eine Teamspielerin.Ein abwechslungsreiches Training, bei dem nicht mehr die Athletik im Vordergrund stand, sondern Technik, Spielform und Spaß. Unsere Mädels waren noch einmal begeistert und schlossen die sportlichen Aktivitäten mit einer 7m- und anschließender Penalty-Challenge ab. Sie wollten gar nicht aufhören, wurden aber doch noch von den C-Herren von HTHC aus der Halle verdrängt.

Verdiente Nachspeise in der L’Osteria, Rückfahrt in die Stadt, Hockeysachen im Hotel abgeben und noch einmal alle Speicher auffüllen beim Abendessen im typisch norddeutschen Lokal. Currywurst, Frikadellen, Labskaus und Matjes waren dann doch nicht am Speiseplan, es wurde meist Wr. Schnitzel und Cheeseburger :-) Ab zum Bahnhof, warten auf den Zug, Liegeabteil beziehen und zurück Richtung Heimat.

Trotz aller Widrigkeiten mit Ausfällen, versäumten Schultagen etc ein sportlich und gesellschaftlich super Wochenende mit wirklich tollen Mädels. Vielen Dank an alle!

HERE WE COME


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