Niederlage im Kopf für die Postdamen

Kurti, Sunday, 20. September 2020, 20:24 (vor 64 Tagen)

Der große Unterschied waren die Voraussetzungen: WAC kam mit zwei Siegen, sechs Punkten, einem 8:0 Kantersieg letzte Woche und einem Torverhältnis von 10:1, die Post-Damen mit einer Start-Niederlage, einem verschobenen Spiel, somit 14 Tagen Pause und einigen Ausfällen am Platz. Genauso verlief das erste Viertel. WAC spielte wie aus einem Guss wunderschönes Kombinationshockey und die Gäste waren zu Beginn extrem verunsichert. Die logische Konsequenz war eine 2:0-Führung für WAC, die auch noch viel deutlicher hätte ausfallen können.

Post Trainer Flo Sedy war fuchsteufelswild ob der inakzeptablen Vorstellung und versuchte das Team wach zu rütteln. Auch mit einer Systemumstellung lief es im zweiten Abschnitt vor der Pause schon viel ausgeglichener ab, doch die Postlerinnen konnten zwei Chancen nicht nutzen und WAC stelle eiskalt auf 3:0. Neuerlich sehr eindringliche Worte des Trainers und Appelle an die Ehre des Teams brachten weiter Motivation und somit sah es nach der Halbzeitpause ganz anders aus. Immer mehr übernahmen die Postlerinnen jetzt das Kommando, die Sicherheit kam vor allem in den Köpfen zurück, währenddessen der vorher so spielbestimmende WAC immer zaghafter agierte und kaum mehr aktiv nach vorne spielte. Nathalie Matousek scorte zum 1:3, das brachte noch mehr Schwung in die Post-Angriffe. WAC stellte sich fast nur noch hinten rein und versuchte einige wenige Konter zu fahren, die jedoch meist schon im Keim erstickten. Die Post-Damen hatten zwar einige Chancen, konnten jedoch die Trefferausbeute nicht mehr erhöhen.

Dieses Match ging eindeutig in der Startphase im Kopf verloren. Nach so einem Startviertel ist es für eine derartig junge Truppe natürlich schwierig dem Spiel noch eine Wende zu geben. Wie schon gegen Arminen hat man letztendlich verdient verloren, aber in beiden Matches wäre mehr drinnen gewesen. Davon kann man sich aber nichts kaufen, wir müssen es trotzdem abhaken und positiv nach vorne schauen. Aus Fehlern lernen und es das nächste Mal besser machen muss die Devise sein. Vor allem viel, viel mehr an die eigene Stärke glauben, dem Gegner vom Beginn weg sein Spiel aufzwingen und nicht abwartend dahinspielen, bis man endlich das erste Tor bekommen hat! Wir können mehr und das werden wir auch zeigen.

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