Elternhockey KommPost – Altminen

Kurti, Tuesday, 05. October 2021, 15:36 (vor 106 Tagen)

Durch einige Verschiebungen fand das Rückspiel in dieser Schlacht ein wenig später als geplant statt, zudem waren einige große Stadien wegen der Pandemie nicht bespielbar, deswegen wich man halt auf den Postplatz aus. Das wäre fast ins Auge gegangen, der Zuseheransturm war enorm, mir wurde von einer langen Schlange vor dem Eingang berichtet. Als ich das dann kontrollieren wollte, fand ich nur Sonja vorm Eingang :-D

Für dieses entscheidende Spitzenspiel wurden vom Veranstalter extra zwei Profi-Schiedsrichterinnen aus dem 16. Bezirk eingeflogen. Bei Lisa und Laura wollen wir uns auch ganz herzlich bedanken, ihr kennt die Regeln, wir nicht und ihr habt das hervorragend gemacht. Die Altminen schienen nicht ganz genau gewusst haben, in welcher Sportart sie hier antraten. Sie kamen nämlich gleich mit drei Linien, das hier ist aber Landhockey und nicht Eishockey! KommPost erstarrte fast vor der Masse des Gegenübers, aber auch hier kamen mit Matchbeginn noch zwei Verschwächungen dazu, damit hatten auch die Heimischen genug Tausch. Aus unerklärlichen Gründen warf man sämtliche FIH-Regeln über Board und spielte mit einem zusätzlichen Feldspieler, wahrscheinlich deshalb, weil der Postplatz so groß ist.

Mit dem 4:1 Auswärtssieg im Rücken starteten die KommPostler gleich fulminant los, während die Altminen noch mit dem Sortieren der vielen neuen TopspielerInnen beschäftigt waren. GeGa im Tor der Altminen war einfach Mega, aber er schaffte es einfach nicht das Tor so schnell dorthin zu schieben, wo die KommPostler hinrollten. Die Altminen liefen viel mehr als die Heimischen, aber vor allem zum Wechsel und wieder rein, 18 SpielerInnen mussten ja auch beschäftigt werden. Coach Durga (Abkürzung für DURch Gebrüll Auffallend) schrie sich die Seele aus dem Leib, sie hatte es nicht einfach.

In Minute sieben war es soweit, Querpass im Schusskreis, die Altminen haben den nicht zu übersehenden Bürgermeister übersehen und dieser bezwingt Mega-GeGa mit einem satten Schrubber. Das Heimpublikum war nicht mehr zu halten, viele schwankten zu sehr noch von der Vortages-Europacupfeier. Schön langsam haben sich die Gäste aber einsortiert und sie stehen gut in der Defensive, das Spiel war jetzt viel offener. Auch Heimgoalie BH war jetzt öfters beschäftigt. Kurz vor der Halbzeit dann das Unfassbare: Angriff über rechts von den Gästen, Pass in den Schusskreis und dort liegt eine alte Mine in Form einer MG rum und schießt sofort. Aber nicht so wie beim Elternhockey, nein, er hat doch tatsächlich hoch ins Tor geschossen! Heimgoalie BH meinte, er hat mit allem gerechnet, aber das jemand hoch auf das Tor schießt nicht. Somit stand das Match wieder auf des Messers Schneide.

Der KommPost entwickelte aber viel Hitze und drückte gleich wieder aufs Tempo. Spielmacher Alexa legte ein Solo hin und beendete es mit einem Flachschuss ins Eck, um bei der Wortwahl zu bleiben: eine Granate! Mit diesem 2:1 ging es zu den Beatmungsgeräten in die Pause. Die Schiedsrichterinnen berieten sich derweil, wie sie diese komischen Tänze um den Ball bewerten sollen.

Frischen Mutes gingen alle ans Werk im dritten und vielleicht letzten Viertel. Niemand weiß, wie lange solche Elternmatches dauern, Flexibilität ist man von Eltern ja gewohnt. Weiterhin ausgeglichen war das Match in diesem Viertel, die Schützen ihr Visier weiterhin suchend, trafen bei einigen Chancen nicht, also weiterhin keine Entscheidung. 2:1 aus? Nein, natürlich hängt man noch eine Spielzeit dran, das intensive Training erlaubt das einfach. In diesem wahrscheinlich letzten Viertel entwickelte sich der KommPost gut, die Räume wurden immer offener und Alexa und Budi kurbelten unaufhörlich. Die Altminen waren vom vielen Tauschen vielleicht schon schwindlig, an der Tauschbörse (50plus-Treff) war ja Hochbetrieb. Die Gäste setzten alles auf eine Karte – gleich gibt’s Bier – und das nutzten die KommPostler gnadenlos aus. Scharfe Hereingabe von rechts, der Bürgermeister fährt seinen Stock aus und will den Ball erstechen, gelingt nur mittelmäßig, aber irgendwie landet er doch zum entscheidenden 3:1 im Tor. Nachdem dem 4:1 auswärts und dem 3:1 daheim steigt natürlich KommPost in die nächste Runde auf, dort wartet Gegner Altminen, weil ja das Ergebnis im Elternhockey nicht so wichtig ist. Alle gesund geblieben, ein bisschen bewegt und viel Spaß gehabt. Vielen Dank an die Altminen, es war wunderbar an diesem lauen Spätsommertag.

Gemeinsam schleppen sie sich noch zum Mannschaftsfoto, dass nur mit Weitwinkel aufgenommen werden konnte. So abgeknipst, noch einmal den Berg rauf und da steht sie tatsächlich, die geöffnete Post-Kantine! Das Match kann beginnen.

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